Herstellung einer IPTG-Stammlösung
Diese Anleitung beschreibt die Herstellung einer IPTG-Stammlösung mit einer festgelegten Molarität für den Laborgebrauch.
Anleitung zur Herstellung einer Stammlösung – IPTG
IPTG (Isopropyl-β-D-1-thiogalactopyranosid) ist ein Lactoseanalogon, das in der Molekularbiologie häufig zur Induktion der Expression rekombinanter Proteine in E. coli unter Kontrolle von lac- oder tac-Promotoren verwendet wird. IPTG bindet an den lac-Repressor, löst ihn vom lac-Operator und ermöglicht so die Transkription nachgeschalteter Gene. Es wird auch zur Blau-Weiß-Selektion bei der Klonierung eingesetzt.
Chemische Informationen
| Name | Summenformel | Molare Masse | CAS |
|---|---|---|---|
| IPTG | C₉H₁₈O₅S | 238.3 g/mol | 367-93-1 |
Anwendungen
- Induktion der Proteinexpression in E. coli
- Identifizierung positiver Klone durch Blau-Weiß-Selektion
Löslichkeit und Handhabung
- IPTG wird als weißes kristallines Pulver geliefert, das sich leicht in Wasser löst.
- Stammlösungen mit nukleasefreiem Wasser und sterilen Techniken herstellen.
- IPTG-Lösungen niemals autoklavieren; Hitze kann die Verbindung abbauen.
Herstellung der Stammlösung
Zur Herstellung einer 1 M IPTG-Stammlösung:
2.38 g IPTG-Pulver abwiegen und zu ~8 mL deionisiertem Wasser geben.
Bis zur vollständigen Auflösung mischen.
Mit deionisiertem Wasser auf ein Endvolumen von 10 mL auffüllen und gründlich mischen.
Bis zur vollständigen Auflösung mischen.
Mit deionisiertem Wasser auf ein Endvolumen von 10 mL auffüllen und gründlich mischen.
Sterilisation und Lagerung
- Durch einen 0.22 µm Filter in ein steriles Gefäß filtrieren und so sterilisieren.
- Die Stammlösung in kleine Volumina aliquotieren (z. B. 0.5–1 mL), um wiederholte Gefrier–Auftau-Zyklen zu vermeiden.
- Aliquots zur langfristigen Verwendung bei −20 °C lagern.
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